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Herausforderung Integration – Schaffen wir das?

02.11.2015

Beim vierten Bürgerforum "Treffpunkt Tacheles" von Dr. Martin Huber, MdL ging es diesmal um die Herausforderung Integration und Flüchtlinge. Martin Neumeyer, der Integrationsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, stellte sich den Fragen von etwa 130 Zuhörern im Hotel Zur Post.

Welche Bedeutung haben für uns eigentlich noch unsere Feiertage? Mit dieser Frage – passend zu Allerheiligen – leitete Landtagsabgeordneter Martin Huber sein viertes Bürgerforum „Treffpunkt Tacheles“ zum Thema Integration ein. „Wenn wir selbst unsere Kultur nicht mehr richtig leben, dann können wir auch von den Flüchtlingen nicht erwarten, dass sie sich dieser Kultur anpassen“, so Huber. Referent war diesmal der Integrationsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung Martin Neumeyer. Er machte deutlich, dass es bei der Integration keine einfachen Lösungen geben werde. Man müsse den Flüchtlingen klar machen, welche Leitplanken für die Integration in die deutsche Gesellschaft gelten. Dies seien das Grundgesetz und die Bayerische Verfassung. Als Knackpunkt nannte er die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Dies sei in der arabischen Welt nicht selbstverständlich.

Bei den rund 130 Zuhörern im Saal des Hotels Zur Post waren sowohl Skepsis als auch die Erkenntnis von Chancen durch Integration vertreten. Eine Obergrenze für die Zuwanderung von Flüchtlingen wurde ebenso gefordert wie mehr Maßnahmen zur Integration. Wie man denn die Länder auf dem Balkan aufbauen solle, wenn junge Menschen von dort zu uns kommen und ältere und kranke zurückbleiben, wurde gefragt. Auch die Sorge, Deutschland könnte sich verändern, wurde zum Ausdruck gebracht. Altbürgermeister Siegfried Klika aus Waldkraiburg forderte stärkeres Engagement der Bundesrepublik in den Herkunftsländern.

Martin Neumeyer wies darauf hin, dass es für die Lösung all dieser Probleme europäische Antworten brauche. Man war sich jedoch auch bewusst, dass Europa in dieser Frage im Moment weit auseinander liegt. Martin Huber sprach von einer „Existenzkrise Europas“ in der Flüchtlingsfrage. Europäische Werte und das europäische Recht würden mit Füßen getreten, Abkommen wie „Schengen“ oder „Dublin III“ zählten nicht mehr. Es führe trotz allem kein Weg daran vorbei, die Flüchtlingszuwanderung zu begrenzen. Was die Integration angeht, hatten die Gäste eine klare Vorstellung davon, was geleistet werden muss. 41 Prozent finden das „Erlernen der deutschen Sprache“ als den wichtigsten Baustein der Integration, gefolgt von „Hiesige Kultur anerkennen“ (32 Prozent) und „In Arbeitsmarkt integrieren“ (22 Prozent). Dass dies allerdings lange dauern wird und eine gemeinsame Kraftanstrengung aller dafür nötig ist, war jedem klar.

Details, Bilder, Umfragen und die Rede von Martin Huber zur Veranstaltung finden Sie unter der Rubrik "Tacheles" auf dieser Homepage.

Den Bericht über die Veranstaltung im Alt-Neuöttinger Anzeiger finden Sie hier.

Dr. Martin Huber MdL

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