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Euroislam – Ist ein Miteinander von europäischen Werten und der Religion Islam möglich?

08.11.2016
v.l.: Moderator Alex Dorow, MdL; Prof. Dr. Bassam Tibi; Dr. Martin Huber, MdL
v.l.: Moderator Alex Dorow, MdL; Prof. Dr. Bassam Tibi; Dr. Martin Huber, MdL

Mit dieser Frage beschäftigte sich MdL Dr. Martin Huber bei seinem sechsten Bürgerforum "Treffpunkt Tacheles" zum Thema "Herausforderung Islam?". Als Referent stellte Professor Bassam Tibi den etwa 200 Gästen im Saal der "Kantine" in Töging a. Inn seine Idee eines zivilisierten "Euro-Islam" vor.

MdL Martin Huber machte in seinem einführenden Statement deutlich, dass die Religionsfreiheit nicht zur Disposition stehe. Gleichzeitig müsse man den Politischen Islam aber bekämpfen. "Kinderehen, die Unterdrückung der Frau, Vollverschleierung oder Übergriffe auf christliche Flüchtlinge in Asylbewerberheimen haben bei uns keinen Platz!", so Huber. Er lud ein, in den Dialog zu gehen und freute sich darüber, dass auch einige Muslime der Einladung gefolgt waren und mit diskutierten.

"Der Islam braucht eine Reformation", erklärte Prof. Bassam Tibi in seinem Vortrag. Die Shari´a als Gesetzbuch lehnt er ab. Sie sei nicht mit dem Grundgesetz vereinbar. Außerdem zählt er die Trennung von Politik und Religion sowie die Anerkennung europäischer Werte zu wichtigen Grundpfeilern des Euro-Islam.

Man müsse zudem die Begriffe genau auseinanderhalten. Eine unbegrenzte Zuwanderung von Menschen ohne Kontrolle sei ein schwerer Fehler. Davon ist jedoch der Begriff der Einwanderung von qualifizierten Menschen aus anderen Ländern zu unterscheiden. Für die Integration dieser Menschen sei es notwendig, dass man eine Leitkultur definiere. "Leitkultur wird als Deutschtum abgetan, als Sauerkraut und Spießertum. Meine Leitkultur ist das Grundgesetz und die ganzen Werte, die damit verbunden sind. Man muss zu seinen Werten stehen. "Die Würde des Menschen ist unantastbar." machte Bassam Tibi deutlich.

In drei TED-Umfragen konnten die Teilnehmer wieder über aktuelle Fragen abstimmen. 42 Prozent der Anwesenden gaben an, gute Freunde zu haben, die nicht aus Deutschland kommen. 39 Prozent kennen Migranten aus anderen Ländern in der Nachbarschaft und 18 Prozent der Teilnehmer lesen nur in der Zeitung von den Problemen der Migranten. Auf dieser Grundlage sprach sich auch die große Mehrheit von 60 Prozent dafür aus, dass Migranten Leitlinien bräuchten, um zu wissen, in was sie sich integrieren sollen. Dafür sei die Leitkultur eine gute Grundlage. 23 Prozent glauben daran, dass ein Miteinander nur gelingen kann, wenn beide Seiten aufeinander zugehen, 16 Prozent sind der Meinung dass es zu Parallelgesellschaften von Migranten ohnehin keine Alternative gibt.

Auf die Frage, ob der Islam zu Deutschland gehört sprach sich eine knappe Mehrheit von 47 Prozent dafür aus, dass der Islam kein prägendes Element der deutschen und europäischen Geschichte sei. 41 Prozent sind der Meinung, dass die hier lebenden Muslime zu Deutschland gehören, der Islam aber nicht und eine Minderheit von 12 Prozent spricht sich dafür aus, dass der Islam gegenwärtig die deutsche Geschichte prägt und damit auch zu Deutschland gehört.

Die Rede von Dr. Martin Huber, MdL lesen Sie hier.

Die Ergebnisse der TED-Umfragen finden Sie hier:
1. Gehört der Islam zu Deutschland?
2. Migranten im eigenen Umfeld?
3. Multi-Kulti oder Leitkultur?

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Den Artikel aus dem Alt-Neuöttinger Anzeiger über die Veranstaltung vom 9.11.2016 finden Sie hier.

Dr. Martin Huber MdL

Maximilianeum
81627 München
Telefon : 089 4126 2969
Telefax : 089 4126 1969
E-Mail  : martin.huber@csu-landtag.de