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MdL Dr. Martin Huber setzt sich für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Hebammen ein

08.05.2018

Die flächendeckende Versorgung mit Hebammen und der Erhalt der Geburtshilfe durch freiberuflich tätige Hebammen zählen zu den unbedingten Voraussetzungen zur optimalen Begleitung und Betreuung von schwangeren Frauen. Mit dem „Zukunftsprogramm Geburtshilfe" hat das Gesundheitsministerium erst kürzlich wichtige Impulse gesetzt, um die Geburtshilfe in Bayern auf einem hohen Niveau zu halten.
Doch auch wenn der Freistaat Bayern sich bereits an vielen Stellen für optimierte Rahmenbedingungen für Hebammen eingesetzt hat, so sieht der Landtagsabgeordnete Dr. Martin Huber weiterhin Potenzial zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen für Hebammen.

Nach einem intensiven Gespräch mit Hebammen aus dem Landkreis Altötting hat sich der Abgeordnete Huber mit einem Schreiben an Gesundheitsministerin Melanie Huml gewandt. „Um auch künftig die Versorgung von Müttern und Kindern vor, während und nach der Geburt optimal sicherzustellen, stehen dem Freistaat Bayern große Herausforderungen bevor. Es ist mir eine Herzensangelegenheit die Anliegen der Hebammen in die Arbeit des Bayerischen Landtages hineinzutragen.“, so Huber.

Ein Thema, das die Hebammen nach wie vor bewegt, sind demnach die gravierenden Änderungen der Regelungen zur Haftpflichtversicherung. Die Hebammen-Haftpflicht ist ein unerlässlicher Schutzschild für den Beruf der Hebamme, da dieser ein großes Risiko birgt. Da die Gesamtkosten bei schweren Geburtsschäden seit Jahren massiv steigen, ist die Deckungssumme für Personenschäden enorm gestiegen. Damit stiegen auch die Beiträge zur Haftpflicht-Versicherung für freiberufliche Hebammen stetig. Diese hohen Versicherungsbeiträge sind für einen Großteil der Hebammen zunehmend existenzgefährdend. Der Landtagsabgeordnete Huber stellt fest: „Der Freistaat Bayern ist also umso mehr gefragt, freiberufliche Hebammen in ihrer wertvollen Arbeit finanziell im Bereich der Haftpflichtversicherung zu unterstützen.“

Des Weiteren sahen die Hebammen im Gespräch eine ungünstige Lösung darin, dass alle freiberuflich tätigen Hebammen, unabhängig von der Zahl der betreuten Frauen, denselben Beitrag an die Haftpflicht-Versicherung zahlen müssen. Eine Flexibilisierung der Beitragszahlungen könnte hier eine sinnvolle Maßnahme für mehr Gerechtigkeit sein. Ein weiteres Anliegen bezieht sich auf den Schiedsspruch auf Bundesebene, wonach eine Hebamme nur noch die gleichzeitige Betreuung von maximal zwei Frauen abrechnen darf. Im Gespräch wurde dem Landtagsabgeordneten Dr. Martin Huber bestätigt, dass die gleichzeitige Betreuung von nur zwei Frauen in der Praxis kaum umsetzbar ist.

Letztlich wurde auch festgestellt, dass der Bedarf an zusätzlichen Hebammen kaum gedeckt werden kann, obwohl die Kapazitäten der bayerischen Hebammenschulen derzeit vollständig ausgereizt sind. „Um den steigenden Geburtenzahlen im Freistaat begegnen zu können ist der Ausbau der Kapazitäten im Bereich der Ausbildung von Hebammen dringend nötig. Nur wenn mehr Hebammen ausgebildet werden, können wir langfristig den personellen Engpass schließen.“, so Huber in seinem Schreiben an Staatsministerin Melanie Huml.

Diese und einige weitere Anliegen gab MdL Dr. Martin Huber an die bayerische Gesundheitsministerin weiter und bat um intensive Prüfung. Dem Landtagsabgeordneten war das Gespräch mit den Hebammen ein wichtiges Anliegen, denn „nur durch den regen Austausch zwischen Politik und Praxis ist es möglich Fehlentwicklungen gemeinsam zu ermitteln und zu korrigieren.“, so Huber im Gespräch mit den Hebammen.

Dr. Martin Huber MdL

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