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„Pflegekräfte und Erzieher sind Elite unseres Landes“ – Patienten- und Pflegebeauftragter Hermann Imhof zu Gast bei „Treffpunkt Tacheles“ von MdL Martin Huber

29.05.2018 | Burgkirchen a. d. Alz

Als „Elite unseres Landes“ bezeichnete Hermann Imhof Pflegekräfte und Erzieher bei „Treffpunkt Tacheles – das Bürgerforum“, das MdL Martin Huber zum 9. Mal organisiert hatte. Im Mittelpunkt stand das Thema „Zukunft der Pflege“. Wertschätzung für ihre Arbeit, eine bessere Bezahlung und weniger Aufzeichnungspflichten waren die Hauptanliegen der knapp 100 anwesenden Gäste aus dem Pflegebereich.

„Es nötigt mir höchsten Respekt ab, was Pflegekräfte jeden Tag leisten.“ Mit diesen Worten begrüßte Martin Huber, MdL seine Gäste und unterstrich seine Wertschätzung für die Pflegerinnen und Pfleger in Bayern. Bei einem Praktikum im Krankenhaus hätte er hautnah erfahren, welch großer Arbeitsbelastung sie jeden Tag ausgesetzt seien. „Trotzdem erhalten sich die Pflegekräfte ihre Empathie und bewahren so die Würde der Menschen, die auf Pflege angewiesen sind.“, so Huber.

Das Problem sei der große Zeitmangel. „Dafür sind 13.000 zusätzliche Pflegekräfte, die jetzt von Bundesminister Spahn angekündigt wurden, nichts als ein Tropfen auf den heißen Stein.“ Der Pflegeschlüssel müsse dringend erhöht werden.

Dies bestätigte auch Patienten- und Pflegebeauftragter Hermann Imhof, der ein düsteres Bild von der Zukunft der Pflege in Deutschland zeichnete, falls nicht in den nächsten Jahren entscheidende Veränderungen herbeigeführt werden.

„Die Rahmenbedingungen in der Pflege müssen sich drastisch verbessern, dann wollen auch mehr Menschen den „Traumberuf Pflegerin und Pfleger“ ergreifen. Dafür muss die Gesellschaft bereit sein, mehr Geld auszugeben und auch aus Steuermitteln zu finanzieren. Nur so können wir noch verhindern, dass die Pflege der Zukunft drastisch an Qualität verliert.“, erklärte Imhof.

Für ebenso wichtig hält es Imhof, dass sich das Image der Pflege fundamental verbessert. Man solle junge Menschen ermutigen, diesen erfüllenden Beruf zu ergreifen. „Wir müssen durch bessere Bezahlung dafür sorgen, dass sich die Rahmenbedingungen insgesamt verbessern. Dann werden auch mehr junge Menschen den Pflegeberuf ergreifen. Gleichzeitig sind die Medien aufgefordert, nicht nur über Skandale – die leider auch vorkommen – zu berichten. Wir alle sollten positiver über den Pflegeberuf reden!“, so Imhof.

Es sei außerdem notwendig, an die vielen pflegenden Angehörigen zu denken und sie zu unterstützen. „Ohne die pflegenden Angehörigen würde das System in Deutschland nicht funktionieren. Umso mehr müssen wir darauf achten, dass sich die Angehörigen Auszeiten nehmen und sich erholen können. Kurzzeitpflege und 24-Stunden-Pflege müssen dafür ausgebaut werden, was wir in Bayern bereits angestoßen haben“, so Imhof.

Dass die Unterstützung von pflegenden Angehörigen immer wichtiger wird, bestätigten die Gäste auch via TED-Umfrage. 67 Prozent sagten, auf die ambulante Pflege sollte das Hauptaugenmerk der Politik gelegt werden. 10 Prozent stellten einen erhöhten Bedarf an Pflegeheimen fest und 24 Prozent meinten, die Unterstützung der pflegenden Angehörigen müsse ausgebaut werden.

Wertschätzung für ihre Arbeit empfinden 33 Prozent, während der Großteil von 67 Prozent der anwesenden Gäste sagte, eher keine oder gar keine Wertschätzung zu spüren. Dies sei ein wichtiger Hinweis darauf, dass Verbesserungen der Arbeitsbedingungen, der Vergütung und bei den Aufzeichnungspflichten eintreten müssten. Damit könne das Image der Pflege insgesamt verbessert werden, stellte Martin Huber fest und dankte allen, die in der Pflege tätig sind für ihren großen Einsatz.

Die Ergebnisse der TED-Umfragen finden Sie hier.

Den Artikel aus dem Alt-Neuöttinger Anzeiger vom 31. Mai 2018 finden Sie hier.

Dr. Martin Huber MdL

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