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Gemeinsam stark für unsere Heimat: Bayerische Umweltpolitik für das 21. Jahrhundert

25.06.2015

Die Bayerische Staatsministerin für Umwelt und Verbraucherschutz Ulrike Scharf, MdL stellte bei der turnusgemäßen Bezirksversammlung des Arbeitskreis Umweltsicherung und Landesentwicklung der CSU Oberbayern auf Einladung des Vorsitzenden Dr. Martin Huber, MdL die aktuelle Bayerische Umweltpolitik vor.

„Knapp 100 Millionen Menschen befinden sich derzeit aus Klimagründen auf der Flucht von ihrer Heimat“, führte Landtagsabgeordneter und Vorsitzender des AKU Oberbayern, Martin Huber, zu Beginn der Bezirksversammlung aus.
"Die Tatsache, dass auch Papst Franziskus in seiner Enzyklika "Laudato Si" dieses drängende Thema klar angesprochen hat zeigt, wie brandaktuell und wie konkret der Klimawandel uns in unserem Alltag trifft." Klimawandel sei kein abstraktes Phänomen mehr, sondern man müsse sich sowohl um die Bekämpfung der konkreten Folgen kümmern, als auch die Ursachen des Klimawandels bekämpfen, so Huber.

Auch Umweltministerin Ulriche Scharf sprach die Bekämpfung des Klimawandels an und verwies auf die Erfolge des G7-Gipfels in Elmau. Dieses Jahr stand der Klimawandel ganz oben auf der Agenda der sieben Staats- und Regierungschefs. Bereits bis Mitte 2050 wollen die G7 ihre Energieversorgung weitgehend auf erneuerbare Energien umgestellt haben, um das nun verbindliche Zwei-Grad-Ziel zur Begrenzung der Erderwärmung umzusetzen. Zur Realisierung der Beschlüsse seien nun verstärkt nationale Klimaschutz-Bemühungen gefragt. „Speziell die Stromgewinnung braucht eine neue Struktur. Wir brauchen den Einstieg in den Ausstieg aus dem Kohlestrom. Kohle ist Klimakiller Nummer 1.“, so die Ministerin.

In diesem Zuge hob Ulrike Scharf die Potenziale der Wasserkraft hervor, die für die bayerische Energiewende bestehen: „Die Nutzung der Wasserkraft als saubere, emissionsfreie Energie hat in Bayern eine lange Tradition. Mehr als 15 Prozent des bayerischen Stroms kommen heute aus Wasserkraftwerken. Doch auch wenn Wasserkraftwerke zuverlässig saubere Energie liefern, bleiben sie nicht unumstritten.“ Tatsächlich sehen sich Teile der Bevölkerung in einer Zwickmühle zwischen der Befürwortung des Ausstiegs aus Atom- und Kohleenergie einerseits und dem „Nein“ zur Verbauung von Fließgewässern und der Verminderung der Artenvielfalt im Gewässer andererseits.

Doch nicht nur das Thema Klimawandel beeinflusst unsere heimischen Gewässer. Während lange Jahre vermutet wurde, dass riesige Plastik-Inseln in den Ozeanen die einzigen Folgen des weltweit steigenden Kunststoffverbrauchs bleiben zeigen neue Studien, dass auch bayerische Flüsse und Seen von Mikroplastik verunreinigt sind. „Durch den Abrieb von größeren Plastikteilen und Plastiktüten entstehen Mikroplastik-Partikel, die zu klein sind um von Kläranlagen herausgefiltert zu werden. Dadurch gelangen die Mikropartikel in die Nahrungskette und somit auch zum Menschen. Derzeit ergeben sich keine Hinweise auf Gesundheitsgefahren, doch langfristige Folgen bleiben abzuwarten.“, so Scharf. Zur Minimierung des Verbrauchs von Kunststoffprodukten sind nun Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gemeinschaftlich gefragt.

Zuletzt betonte die Staatsministerin die zentrale Aufgabe unserer heutigen Generation zur nachhaltigen Sicherung der bayerischen Lebensqualität, Umwelt und Kultur für die kommenden Generationen: „Wir müssen ein Gleichgewicht zwischen wirtschaftlichem Wachstum und dem Erhalt unserer Heimat finden. Die biologische Vielfalt ist nicht nur ein unschätzbarer Reichtum, sondern auch eine fundamentale Lebensgrundlage.“

Bezirksvorsitzender Martin Huber dankte Staatsministerin Ulrike Scharf für ihr engagiertes Plädoyer für mehr Verantwortungsbewusstsein der Menschen im Umgang mit der Natur und den natürlichen Lebensgrundlagen und sicherte ihr für die weitere Arbeit die volle Unterstützung des Arbeitskreis Umwelt in Oberbayern zu.


 

Dr. Martin Huber MdL

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